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Mitarbeiter in Veränderungsprozessen beteiligen - Schwarmintelligenz nutzen

Bildquelle: Pixabay / romanen

2007 führten Wissenschaftler der University of Leeds mit 200 Testpersonen ein Experiment zum Thema Schwarmintelligenz in einer Kölner Messehalle durch. Eine der Fragestellungen dabei war: „Wie viele Führer braucht man, um eine Menge effizient zu leiten?“.
Das Ergebnis war eindeutig und in Übereinstimmung mit vorangegangenen Computersimulationen: 5 Personen sind zu wenig, um die Menge in eine bestimmte Richtung zu leiten, aber bei 10 Personen funktioniert es! (Quelle: Spiegel online, 3/2007) Was bedeutet dieses Ergebnis für Unternehmen in Veränderung?

Eine mögliche Hypothese: Wenn es der Unternehmensleitung gelingt, mindestens 5% der Mitarbeiter einer Organisationseinheit für eine Veränderung zu begeistern, ist die Chance groß, dass auch die restlichen 95% mitmachen! Voraussetzung ist, dass diese 5% in Ihren Teams, Abteilungen, Bereichen als Meinungsführer erlebt werden und wirken. Das wäre eine hervorragende Nachricht für erfolgreiches Veränderungsmanagement: Es ist gar nicht notwendig sofort alle Mitarbeiter zum Mitmachen zu bewegen, 5% sind genug - wenn es die richtigen 5% sind!

Allerdings reichen aus unserer Erfahrung auch 5% nicht aus, weil die Unternehmenswirklichkeit deutlich komplexer ist als die Steuerung von Massenbewegung in einer Halle. Trotzdem machen wir immer wieder die Erfahrung, dass 10% Treiber ausreichen, auch komplexe Verhaltensveränderungen in einem Unternehmen in Gang zu setzen. Allerdings nur, wenn die 10% die richtigen Menschen sind und die Rahmenbedingungen stimmen, welche die in Gang gesetzte Bewegung, in Schwung halten.

Diesen Ansatz nutzten wir in der Beratung eines metallverarbeitenden Unternehmens mit ca. 600 Mitarbeitern. Ausgangspunkt der Beratung war die Wahrnehmung des Führungskreises, dass in Ihren Abteilungen Silodenken statt Unternehmensdenken vorherrscht. Ein Wir-Gefühl im Sinne von „Wir sitzen alle in einem Boot und meistern gemeinsam die Veränderung“ sei wenig ausgeprägt. Stattdessen seien charakteristische Aussagen: „Die in der Fertigung arbeiten schlampig und zu langsam.“ „Die vom Vertrieb machen unnötig Stress und stören unsere Arbeitsprozesse." „Die von der Auftragssteuerung geben uns nicht die Informationen, die wir brauchen, obwohl sie genügend Kapazität hätten.“

Wie kann es nun gelingen bei 600 Mitarbeitern, welche in unterschiedlichen Abteilungen organisiert sind eine Veränderung in Haltung und Handeln zu initiieren?

Denn es ist sowohl in finanzieller Hinsicht als auch aus Gründen der Arbeitsprozesse gar nicht möglich, alle Mitarbeiter in bereichsübergreifende Workshops zu schicken. Und genau an diesem Punkt hilft der Ansatz Schwarmintelligenz weiter.
Wir führten drei Workshops mit jeweils 20 Mitarbeitern durch. Die Aufgabe an die Führungskräfte war, diese Gruppen jeweils nach folgenden zwei Kriterien zusammenzustellen: 1. Alle wichtigen an der Wertschöpfungskette beteiligten Abteilungen sind vertreten 2. Die Teilnehmer gelten in Ihren Teams als Meinungsbildner / informelle Führer Insgesamt waren also 10% der gesamten Mitarbeiterschaft an diesen Community Workshops beteiligt. Die Workshops hatten jeweils drei Hauptziele: 1. Die Perspektive „der anderen“ kennenlernen und verstehen 2. Konkrete Erwartungen aneinander austauschen 3. Direkten Dialog mit der obersten Führungsebene führen

Am Ende aller drei Workshops waren typische Teilnehmeraussagen: „Ich hätte nicht gedacht, dass Eure Arbeitswirklichkeit so ausschaut.“ „Jetzt verstehe ich, warum es für Euch wichtig ist, dass wir ...“ „Ich werde mit meinen Kollegen teilen, was ich hier von Euch gelernt habe.“ Gerade der letzte Satz und seine Umsetzung im Alltag ist der Schlüsselfaktor für den Erfolg des Konzepts „Schwarmintelligenz nutzen“. Es geht um die Geschichten, welche nach den Workshops in der Kaffeepause, beim Mittagessen, auf dem Gang erzählt werden. Es geht darum, dass diese Geschichten andere sind als vor den Workshops. Und hier ist auch die Unterstützung der Führungskräfte entscheidend. Es gilt, Gelegenheiten zu schaffen, in denen die Workshop-Teilnehmer/-innen offiziell den Kollegen/-innen von Ihren Lernerfahrungen berichten können. Und es geht darum, Quick Wins zu realisieren. Das heißt, die Erwartungen anderer an die eigene Abteilung zu identifizieren, welche schnell zu erfüllen sind. Quick Wins sind quasi der Treibstoff, der den Schwarm in der neuen Bewegungsrichtung hält und anfängliche Skeptiker überzeugt.

So verstanden und bewusst genutzt kann Schwarmintelligenz einen wichtigen Beitrag zu erfolgreichen Veränderungsprozessen leisten.

 

Exzellente Lösungen entwickeln

In der Zusammenarbeit mit unseren Kunden streben wir immer exzellente Lösungen an. Was wir dabei unter Exzellenz verstehen, zeigt folgende Geschichte im Vortrag von Randall Ridd vom 11. Januar 2015 mit dem Titel „The Parabel of the Oranges“.

There was a young man who had ambitions to work for a company because it paid very well and was very prestigious. He prepared his résumé and had several interviews. Eventually, he was given an entry-level position. Then he turned his ambition to his next goal—a supervisor position that would afford him even greater prestige and more pay. So he completed the tasks he was given. He came in early some Mornings and stayed late so the boss would see him putting in long hours.

After five years a supervisor position became available. But, to the young man’s great dismay, another employee, who had only worked for the company for six months, was given the promotion. The young man was very angry, and he went to his boss and demanded an explanation. The wise boss said, “Before I answer your questions, would you do a favor for me?”
“Yes, sure,” said the employee.
“Would you go to the store and buy some oranges? My wife needs them.”
The young man agreed and went to the store. When he returned, the boss asked, “What kind of oranges did you buy?”
“I don’t know,” the young man answered. “You just said to buy oranges, and these are oranges. Here they are.”
“How much did they cost?” the boss asked.
“Well, I’m not sure,” was the reply. “You gave me $30. Here is your receipt, and here is your change.”
“Thank you,” said the boss. “Now, please have a seat and pay careful attention.”

Then the boss called in the employee who had received the promotion and asked him to do the same job.
He readily agreed and went to the store.
When he returned, the boss asked, “What kind of oranges did you buy?”
“Well,” he replied, “the store had many varieties—there were navel oranges, Valencia oranges, blood oranges, tangerines, and many others, and I didn’t know which kind to buy. But I remembered you said your wife needed the oranges, so I called her. She said she was having a party and that she was going to make orange juice. So I asked the grocer which of all these oranges would make the best orange juice. He said the Valencia orange was full of very sweet juice, so that’s what I bought. I dropped them by your home on my
way back to the office. Your wife was very pleased.”
“How much did they cost?” the boss asked.
“Well, that was another problem. I didn’t know how many to buy, so I once again called your wife and asked her how many guests she was expecting. She said 20. I asked the grocer how many oranges would be needed to make juice for 20 people, and it was a lot. So, I asked the grocer if he could give me a quantity discount, and he did! These oranges normally cost 75 cents each, but I paid only 50 cents. Here is your change and the receipt.”
The boss smiled and said, “Thank you; you may go.”

He looked over at the young man who had been watching. The young man stood up, slumped his shoulders and said, “I see what you mean,” as he walked dejectedly out of the office.

Auch nach 20 Jahren ist es unsere Leidenschaft, die Themen und Anliegen unserer Kunden zu hören, einzuordnen und bestmöglich zu lösen. Wir freuen uns schon auf die Herausforderungen 2018!

 

2018 wird ein ganz besonderes Jahr werden

Wir wünschen Ihnen allen ein erfolgreiches, glückliches und vor allem gesundes Jahr 2018!

Das Jahr, in dem wir unser 20-jähriges Firmenjubiläum feiern.

Stolz blicken wir auf außergewöhnliche und herausfordernde Projekte zurück. Die gute Zusammenarbeit mit einer Vielzahl einzigartiger Kundensysteme und beeindruckender Menschen ist das, was uns seit unserer Gründung 1998 antreibt. Gerne möchten wir Sie an den vielen besonderen Perspektiven teilhaben lassen, die sich uns seit unserem Gründungsjahr gezeigt haben. Zusammen mit unserem Berater-Team starten wir daher eine ganz besondere Blog-Reihe "Special Edition" anlässlich unseres Jubiläums.

Freuen Sie sich auf spannende Einblicke in unsere Change-Management-Arbeit. Wir werden in die Vergangenheit schauen, auf die Gegenwart blicken und uns mit der Zukunft beschäftigen. Welche neuen Anforderungen werden auf uns zukommen? Wie wird sich das Arbeitsleben im Zuge der Digitalisierung und der Arbeitswelt 4.0 verändern?

Was genau kommen wird, wissen wir nicht – das können selbst Zukunftsforscher nur vermuten. Was bleiben wird, jedoch schon: die Veränderung. Und damit kennen wir uns aus!

 

Attraktiver Arbeitgeber. Potenziale nutzen.

Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben ist einer der Schlüssel, um auch künftig als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Unterstützung bietet hierfür berufundfamilie (www.berufundfamilie.de).

Über ein Audit-Verfahren bzw. eine Zertifizierung können Unternehmen durch eine strategische Personalpolitik - welche bewusst verschiedene Familien- bzw. Lebensphasen berücksichtig - dem Fachkräftemangel und der demografischen Entwicklung entgegentreten. Das Audit geht auf eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung zurück und wird von Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft empfohlen (BDA, BDI, DIHK und ZDH).

Unser Teammitglied Dagmar Dittmann (siehe http://www.strasser-strasser.de/unternehmen#view-11) ist seit kurzem ausgebildete Auditorin und steht Ihnen für Fragen und zur Begleitung der Auditierung gerne zur Verfügung!

 

Ein kleiner Schritt hin zur agilen, schnell lernenden Organisation

Die fünf Disziplinen nach Peter Senge (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Lernende_Organisation) sind unser Ansatz, mit dem wir unsere Kunden auf dem Weg hin zur schnell lernenden und agilen Organisation begleiten.
Eines unserer gängigsten Workshop-Formate zahlt auf die erste Disziplin „Shared Vision“ ein und ist eine klassische Strategieklausur. Wer ein gemeinsames Bild für die Zukunft des Unternehmens / des eigenen Bereichs hat und dieses im besten Fall sogar selbst mit entwickelt hat, kann eigenverantwortlich und zielorientiert arbeiten und Entscheidungen treffen. Und das ist es doch, was die Menschen in agilen Organisationen können müssen!

Natürlich müssen auch die technischen und organisatorischen bzw. organisationalen Grundlagen für die neuen agilen Arbeitsformen geschaffen werden. Aber schlussendlich ist der Schlüssel wieder einmal der Mensch. Nur wenn die Mitarbeiter/-innen ihr Mindset auch anpassen (dürfen), kann eine moderne, agile Arbeitsform gelingen.

In unseren Strategieklausuren führen wir mit den Teilnehmer/-innen eine Innen-Analyse ihres Unternehmens / ihres Bereichs mit Hilfe des 7 S Modells durch (vlg. https://de.wikipedia.org/wiki/7-S-Modell). Hier erarbeiten wir die Stärken und Schwächen aus der Innenansicht. Nach einer anschließenden Außen-Analyse wird schnell sichtbar, welche inneren Stärken auf äußere Gelegenheiten treffen und damit Chancen darstellen, aber auch welche inneren Schwächen auf äußere Gefahren treffen und damit Risiken sind.

Auf Basis dieser Ergebnisse erarbeiten wir ein gemeinsames Zukunftsbild mit dem Team und legen dann Handlungsfelder & Maßnahmen für die Umsetzung fest.
Das Format ist auf keine Branche oder Firmen-/Bereichsgröße festgelegt. Wir haben es bereits 100fach durchgeführt und sowohl unsere Kunden im Konzernumfeld als auch im Mittelstand oder Non-Profit-Bereich waren sehr zufrieden.

Zuletzt haben wir von den beiden geschäftsführenden Vorständen der IMMA e.V. (Initiative für Münchner Mädchen) eine Rückmeldung erhalten:
Wir waren mit der Moderation unserer jährlichen Strategieklausur mit unserem Führungsteam mehr als zufrieden! Immer noch sind wir sehr angetan von Frau Strasser, ihrer Erfahrung, ihrer Fachkompetenz und der Empathie, mit der sie uns durch die Strategieklausur in einem Prozess der Innenschau geführt hat. (Gundula Brunner und Sabine Wieninger / Geschäftsführender Vorstand IMMA e.V.)

Wir sind auf der anderen Seite mehr als begeistert von der IMMA e.V. und ihren ambitionierten Zielen und freuen uns, so tiefe Einblicke in eine spannende Organisation bekommen zu haben.
Mehr zu IMMA e.V. finden Sie unter
www.imma.de
https://www.youtube.com/watch?v=91p_5pLYXbY
https://www.youtube.com/watch?v=DVvrj7pbY4s

Bei Fragen zum beschriebenen Workshop-Format kommen Sie gerne auf uns zu!

 

fim*-Veranstaltung am 20.11.2017: Aufbruchstimmung im Konzern – erste Erfahrungen aus einem agilen Piloten

Mit Frau Annette Hollemann von der BSH Hausgeräte GmbH haben unsere fim*-Kolleginnen eine sehr interessante Führungsfrau für den November-Netzwerkabend gewinnen können!

Frau Hollemann referiert am 20. November 2017 in München zum Thema "Aufbruchstimmung im Konzern – erste Erfahrungen aus einem agilen Piloten".
Da auch wir uns natürlich laufend mit Themen wie Agilität und neuen Arbeitsmethoden befassen, freuen wir uns auf einen interessanten Abend mit vielen Frauen, die sich zum Thema austauschen möchten. Natürlich hoffen wir auch auf Einblicke, wie in so einem traditionsreichen Unternehmen wie BSH Hausgeräte GmbH Agilität in der Projektarbeit gelebt wird und was die Erkenntnisse aus der bisherigen Pilotphase sind.

Nutzen Sie die Chance, aus erster Hand Erfahrungen und Erkenntnisse zu erhalten, welche positiven Kräfte die veränderte Zusammenarbeit freisetzt, aber auch welche Herausforderungen sie für Führungskräfte und Mitarbeiter mit sich bringt.

Die Veranstaltung findet ab 18:30 Uhr bei Benussi-Coaching in der Maximilianstraße 43 in München statt.

Mehr Informationen zu Veranstaltung & Referentin, sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier: https://server107.der-moderne-verein.de/portal/veranstaltungsmanager/ind...

*fim = Netzwerk Frauen im Management e.V.

 

Nicht vergessen: 8. Oktober 2017 - Togetthere_Xperience Conference

Die Veranstaltung Togetthere_Xperience Conference ist in ihrer Art eine absolute Innovation!
Bei dem Projekt geht es darum, relevante gesellschaftliche und soziale Themen spürbar und verständlich zu machen. Und dies in einem der schönsten Museen Münchens durch Bewegung, Aktivierung, Auseinandersetzung mit Kunst und inspirierenden Speakern.
Es geht also um veränderte Erfahrungen, aktivierende Einbindung und Dialog zu wichtigen Fragen unserer Zeit. Also um Themen, mit denen Führungskräfte, Change Manager und Coaches jeden Tag zu tun haben.
Wir vom Strasser-Team haben unsere Change Management Erfahrung in der Vorbereitung eingebracht und werden auch am 8. Oktober 2017 vor Ort sein. Es würde uns freuen, auch SIE dort zu treffen!

Trailer zur Veranstaltung: https://www.dropbox.com/sh/1qq438il8jwnxw4/AAAK1xmfeq2iOXbwwN1hKpAia/TGT...

 

Gastbeitrag – Führung ohne disziplinarische Macht: eine Herausforderung für Projektleiter, die es in sich hat!

„Auf der einen Seite muss ich klare Vorgaben machen und soll führen, um einen guten Job zu machen und meine eigenen Ziele zu erreichen. Auf der anderen Seite habe ich so gut wie keine Macht zur Durchsetzung in meiner Rolle!“ So oder so ähnlich berichten viele Projektleiter ihre ambivalenten Rahmenbedingungen.
Als Trainerin der Strasser & Strasser Unternehmensberatung AG habe ich kürzlich eine Trainingsreihe mit Projektleitern durchgeführt, die genau vor dieser Herausforderung stehen: Führen eines Projektteams „ohne Macht“. Was Ihnen geholfen hat, fasse ich gerne in diesem Beitrag zusammen.

Die kommunikative Kompetenz eines Projektleiters ist ein wesentliches Mittel zur Durchsetzung und letztlich zum Erreichen der Projektziele. Ich muss bereits im Vorfeld genau wissen, worin meine Einflussmöglichkeiten bestehen. Dafür ist es unerlässlich, auch die Abhängigkeit der Beteiligten untereinander zu durchschauen. Welche rechtlichen, zeitlichen und kostenbezogenen Ziele müssen erreicht werden? In welcher Klarheit, Eindeutigkeit und mit welchem Nachdruck muss ich meine Forderung an die Beteiligten formulieren?

Dabei geht es nicht um ein unverschämtes Auftreten, sondern vielmehr um eine professionelle Kommunikation. In welcher Verbindlichkeit beende ich ein Gespräch und mit welcher Klarheit gehen die Gesprächspartner an ihre ToDo‘s? Kommunikative Kompetenz der Nachdrücklichkeit von Forderungen rettet sicher nicht alle Situationen der Projektleiter, ist aber Grundvoraussetzung zur Realisierung ihrer Rolle und der kraftvollen Umsetzung ihrer Funktion.

Dazu gehören zum Beispiel folgende Themen: sich gegenüber Forderungen der Gegenseite abgrenzen zu können, nein zu sagen und eine angespannte Atmosphäre im Gespräch aushalten zu können. Es ist auch hilfreich zwischen „Person“ und themenbezogenem Interesse unterscheiden zu können, um konfliktäre Fragestellungen nicht auf eine persönliche Ebene zu ziehen. Darauf müssen die Projektleiter vorbereitet sein.

Unsere Herangehensweise ist ein konkretes, situationsspezifisches Training. Neben den Impulsen zu diversen Themen wie Rollenklärung, Führungskommunikation und Konfliktmanagement setzen wir auf Praxisbezug und Nachhaltigkeit. Wir arbeiten an konkreten Beispielen aus der Berufspraxis der Teilnehmer/-innen. Dies gibt Lernanstöße, ermöglicht Selbstreflexion und gibt vor allem Veränderungsimpulse durch kollegiales Feedback – welches auch nach der Trainingsreihe im Sinne einer lernenden Organisation intern fortgeführt werden soll. Aus unserer Erfahrung macht den Teilnehmer/-innen das Lernen im wertschätzenden Miteinander einer Gruppe von Gleichgesinnten geradezu Spaß! Endlich werden sie verstanden, weil die anderen Teilnehmer/-innen vor den gleichen Herausforderungen stehen und die gleichen, meist negativen, Erfahrungen gemacht haben.

Momentan werden wir oft von Kunden gefragt, ob im digitalen Zeitalter, in dem alles nur noch virtuell und schnell passiert, so aufwendige und zeitintensive Formate wie Trainings-Reihen überhaupt noch die richtige Herangehensweise sind.
Wir sind überzeugt davon: Ja, mehr denn je! Gerade weil Teams sich in der täglichen Arbeit nicht mehr ständig am selben Ort aufhalten und persönlich sehen, ist die Grundlage der Zusammenarbeit so wichtig! Vertrauen, Empathie und auch ein gewisses Maß an Flexibilität und Kreativität in der Art der Zusammenarbeit sind nötig. Um das zu verstehen und in unserem Beispiel einen Grundstein für den kollegialen Austausch zu legen, ist das „Retro-Präsenz-Format“ immer noch die richtige Antwort.

Gastbeitrag von Barbara Ott

 

Erfahrung - die sterbende Währung

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Sie die mutigen, entschlossenen und lernbereiten Führungskräfte finden, die Sie jetzt brauchen? Auf jeden Fall nicht, indem Sie schauen, ob der Kandidat genau die anliegenden Probleme schon einmal gelöst hat. Denn in dynamischen Umwelten und VUKA Zeiten gibt es kein "genauso". Deshalb kann ich der Autorin nur zustimmen mit ihrer These gegen die Erfahrung als hauptsächliches Auswahlkriterium.
https://www.linkedin.com/pulse/erfahrung-die-sterbende-w%C3%A4hrung-iris...

 

Was die Führungskraft 4.0 drauf haben sollte

Die Thesen in diesem Artikel sind lesenswert und bestätigen, was wir aus der Forschung über Neuropsychologie und Lernende Organisation wissen: Führung entsteht durch Vision, Vertrauen, Kontakt, Unterstützung, Ambition und Problemlösungsfähigkeit - auch im digitalen Zeitalter
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/beruf-und-buero/the_shift/zwoelf...

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