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Zukunftsforum Mensch und Organisation: Führung 2020 gestalten

Gestern hatte ich das Vergnügen, das Zukunftsforum "Mensch und Organisation: Führung 2020 gestalten" der Cross-Company im Haus der Bayerischen Wirtschaft zu besuchen.
Es war eine sehr inspirierende Veranstaltung, in der sich Vorträge, Podiumsdiskussionen, Gelegenheit zum Netzwerken und die Arbeit in Foren abwechselten. Das Wort der Veranstaltung war für mich im Nachhinein betrachtet "TRUST" - denn Vertrauen ist an vielen Stellen als Grundlager guter Führung aufgetaucht. Nicht nur das Vertrauen in die Mitarbeiter, auch das Vertrauen in sich selbst und damit die Freiheit, Innovationen und Neuem offen gegenüberstehen zu können sind nur zwei Beispiele.

Aus dem Vortrag von Prof. Dr. Isabell M. Welpe ist mir vor allem die Input Kontrolle im Gedächtnis geblieben - vermutlich auch wegen des schon fast lustigen Beispiels, weshalb Output Kontrolle in vielen Fällen nicht funktioniert. Es ging dabei um eine Rattenplage. Um die Ratten loszuwerden, wurde eine Bezahlung für jede getötete Ratte versprochen, beweisen sollte man das Töten durch die Übergabe der Rattenschwänze. Dies hatte zur Folge, dass einige Personen Ratten züchteten, um mehr Geld zu verdienen. Das Ziel wurde somit nicht erreicht, aber die Messgröße sehr wohl. Dies lässt sich auch auf viele Unternehmensgeschichten übertragen - die jüngste davon ist sicher VW.

Aber auch das Forum "Gesundheit für Mensch und Organisation" mit Herrn Bilgri (Akademie der Muße), Dr. Nilolaus Birkl (Akademie der Muße) und Dr. Jochen von Wahlert (Chefarzt der Akutklinik Urbachtal) sowie die Podiumsdiskussion mit (u.a.) Michaela Pichlbauer (Rid-Stiftung) und Margerete Voll (Allianz) war sehr inspirierend.

Alles in allem eine sehr gelungenen Veranstaltung, die Dr. Nadja Tschirner und Simone Schönfeld mit ihrem Team gestaltet und umgesetzt haben!

 

Gruppendynamik

Schöner und berührender kleiner Film über den Einfluss, den jeder auf seine Umwelt hat. Gruppendynamik und Einfluss beginnt mit einem Lächeln.
https://www.youtube.com/watch?v=NVoVmDHXjI4&feature=share

 

Zukunftstrend Robotik

https://www.facebook.com/Arch2OMagazine/videos/920816184596409/?fref=nf
Ein absolut faszinierender Zukunftstrend diese Robotik. In seinem Roman "Germany 2064" beschreibt Martin Walker eine Gesellschaft, die Alte von Robotern pflegen und Polizeiarbeit von intelligenten Automatisierten Partnern verstärken lässt. Sehr spannend zu lesen, wie die Zukunft sein könnte, wenn sich Forscher und Berater damit befassen. Einen Einblick gibt folgender Artikel: http://www.deutschlandradiokultur.de/germany-2064-von-martin-walker-roma...

 

Trendstudie von Bain: Die Top 10 Management-Tools

Da haben wir als Berater, Trainer und Coaches doch ein sehr wichtiges und entwicklungsfähiges Wirkungsfeld mit unserer Positionierung und Expertise seit mehr als 25 Jahren im Change Management:
Trendstudie von Bain: Die Top 10 Management-Tools
http://www.cio.de/a/die-top-10-management-tools,3246985

 

FIM*-Veranstaltung für Frauen - dieses Mal mit Petra Jenner (CEO Microsoft Schweiz)

Wir freuen uns sehr darüber, dass Petra Jenner für den nächsten FIM*-Abend in München zugesagt hat!

Mit Petra Jenner, die als Country Managerin für die Leitung von Microsoft Schweiz verantwortlich ist, haben wir eine weitere Top-Managerin als Referentin gewinnen können! Die Mitglieder und Interessentinnen der FIM-Regionalgruppe München werden am 7. Juli 2015 die Gelegenheit bekommen, Petra Jenner persönlich kennenzulernen und ihr Fragen zu stellen.

Petra Jenner wird uns einen Einblick in ihre Arbeit bei Microsoft geben und über ihre Führungsarbeit im IT-Umfeld sprechen. Ihr Vortrag steht unter dem Titel "Leadership in Zeiten der Business Transformation - Der Zeitgeist ist Transformation".

Die Globalisierung des Wirtschafslebens, hohe Marktvolatilitäten, zunehmend kürzere Geschäftszyklen und gestiegene Gesamtkomplexität: Im heutigen Zeitalter sind Umbrüche im Unternehmensalltag präsenter denn je. Die Bereitschaft und Fähigkeit zur Veränderung, bisweilen auch tiefgreifend, ist für Organisationen überlebenswichtig geworden. Business-Transformationsprogramme sind komplexe, bereichsübergreifende Initiativen in Unternehmen, die auf Performancesteigerung und/oder Kostensenkung ausgerichtet sind und, in die Gesamtstrategie eingebettet, das Fortbestehen des Unternehmens langfristig sichern.

Petra Jenner hat umfassende Expertise auf diesem Feld. In über 20 Berufsjahren in der IT-Branche hat sie zahlreiche Transformations- und Reorganisationsprogramme begleitet. In ihrem Vortrag spricht sie über globale Trends und Entwicklungen, die Transformationen bedingen; sie beleuchtet die zentrale Rolle des Managements und stellt Faktoren für eine erfolgreiche Transformation vor.

Im Anschluss wird unser FIM*-Mitglied Swantje Benussi eine Fragerunde mit Petra Jenner moderieren. Die beiden arbeiten seit vielen Jahren eng zusammen: Swantje Benussi hat am ersten Buch von Petra Jenner mitgewirkt, welches im Oktober 2012 im Ariston Verlag erschienen ist: “Mit Verstand und Herz. Authentisch und erfolgreich. Führungskraft ist weiblich”

Freuen Sie sich auf eine exklusive Veranstaltung in den wunderschönen Räumen von Benussi Coaching (Maximilianstraße 43, 80538 München)!

Im Anschluss an Vortrag, Interview und Fragerunde bieten wir Ihnen, wie gewohnt, bei einem kleinen Buffet die Möglichkeit zum persönlichen Kennenlernen und Netzwerken.

Kostenbeitrag
EUR 15 für Mitglieder, EUR 30 für Interessentinnen
https://server107.der-moderne-verein.de/portal/veranstaltungsmanager/ind...

FIM* = Frauen im Management

 

Die Kraft der Gemeinsamkeit

Ein wirklich schöner Einstieg in den Tag wurde mir heute durch diese Szene im Film beschert. Folgende Elemente, die auch für gelungenen Change im Arbeitsalltag gelten, sehen wir:

  • ein klares Leitthema, das alle nachvollziehen können und emotional verstehen
  • einer, der die Initiative übernimmt
  • viele, die trotz ihrer Unterschiedlichkeit gut geführt beitragen, dass ein gemeinsames Gesamtkunstwerk entsteht
  • Zuhörer (Kunden und Partner), die sich begeistern und berühren lassen
  • Zuhörer, die nicht nur passiv bleiben müssen, sondern auch zum Mitmachen (Mitsingen, Mittanzen, Mitdirigieren) inspiriert werden und sich einbringen können.

 

In psychologischen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass das Wort „Together“ einen deutlichen Unterschied macht in der Wirkung von Überzeugungskommunikation. Ein schöneres Beispiel für die Wirkung von „Gemeinsam“ –ganz ohne Worte- fällt mir nicht ein.
 

Führen ohne Macht

„Persönlichkeiten, nicht Prinzipien bringen die Zeit in Bewegung.“

Oscar Wilde

In modernen Organisationen wird es immer wichtiger, Führung erfolgreich zu praktizieren, auch wenn disziplinarische bzw. hierarchische Macht nicht verfügbar ist.

Ob in der Projekt- oder in der Teamleitung - diejenigen, die hier Führungsverantwortung übernehmen, sind in aller Regel angewiesen auf das, was man mit „Persönlichkeit“ auf den Punkt bringen kann. Glaubwürdigkeit, emotionale Intelligenz und Kompetenz, die Kunst, auch unter oft stark fordernden Rahmenbedingungen Gefolgschaft und Identifikation mit der Aufgabe zu erreichen und diese mit hoher Motivation und Selbstverantwortung zu gestalten sind einige Ingredienzien, die „Leader“ auszeichnen und wo ein Rückgriff auf disziplinarische Macht in der Führung obsolet wird.
Anziehend sein durch Ausstrahlung - Darum geht es auch.
Selbst dort, wo aus einer „echten“ Führungsposition in der Hierarchie heraus geführt wird, ist eine Führung „par ordre du mufti“ (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Mufti) immer weniger von Erfolg gekrönt. Die Ansprüche von Menschen in Organisationen haben sich geändert. Menschen verlangen zunehmend nach Einbindung, Gefragt-Werden und -Sein, reklamieren Sinn, Wertschätzung und persönliches Wachstum (vgl. auch http://www.zeit.de/karriere/beruf/2014-08/macht-chef-verantwortung).
Dass Macht im Sinne von anweisen und durchsetzen mittlerweile ein purer Anachronismus ist ergibt sich plausibel schon aus der stetig zunehmenden Komplexität von Organisationen als Antwort auf eine zunehmende Beschleunigung globalen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels.
Innovation, Kreativität und ein hohes Maß an Selbstverantwortung und Selbstmotivation sind wesentliche Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg in Unternehmen und transformationale Führung ist der Führungsstil als Antwort auf die Herausforderungen heute.

Leadership heute verlangt nach umfassenden Kompetenzen im Umgang mit dem „System Mensch“ und beginnt mit der nachhaltigen Arbeit an sich selbst. Gestaltung produktiver Beziehungen, wertschätzende und fordernde Führung, die Fähigkeit, Menschen zur Gefolgschaft auch unter sehr anspruchsvollen Rahmenbedingungen zu motivieren sind nur einige der Anforderungen an Führung.

Hierarchische Macht war gestern. Gemeinsame Gestaltung von Change ist heute.
 

Der Stress in unserem Kopf

Der Artikel "Der Stress in unserem Kopf" (Wirtschaftswoche) bildet aus meiner Sicht ein gutes Gegengewicht gegen die immer wieder zitierte Gallup-Studie, dass die meisten Menschen mit ihrer Arbeit ziemlich unglücklich sind und wenig an ihre Arbeitgeber gebunden fühlen. Wer ist meistens schuld in der öffentlichen Diskussion? Natürlich die unfähigen Führungskräfte und die bösen Unternehmen, die sich einfach viel zu schnell und zu viel ändern und den Menschen zu viel Unsicherheit zumuten. Eine einsichtige Sichtweise und dazu ziemlich linear: hier der Input in die Black Box Mitarbeiter durch  Führung und Unternehmensstrategie – dort der Output Engagement, Bindung und nicht gestresste Mitarbeiter. In dieser Gleichung erscheint der Mitarbeiter überwiegend als reaktive Komponente – seine Verantwortung für sein Selbst – Management wird unterschätzt. Deshalb setzt die Aufforderung „Entscheiden Sie sich für Wohlbefinden“ einen guten Kontrapunkt. Und es ist aus meiner Sicht ist wichtig, noch eine Stufe tiefer anzusetzen und sich der Frage zu widmen, warum es vielen Menschen nicht so einfach fällt, sich für Wohlbefinden zu entscheiden.

Hier bietet Viktor Frankl einen wunderbaren Zugang – nicht neu und modern, aber beeindruckend zu hören in seinem Vortrag 1979 http://systemagazin.com/viktor-frankl-die-frage-nach-dem-sinn/

 

Im Vortrag schildert er seine  Überzeugung, dass der Mensch nur durch einen selbst gefundenen Sinn glücklich werden kann und dass er genau dafür voll verantwortlich ist. Die Voraussetzung für Wohlbefinden ist der Sinn in unserem Kopf. Wenn wir mit unseren Kunden in Change Situationen daran arbeiten, dass das „rote Tuch zum roten Faden“ wird, geht es uns genau darum – dass jeder Mitarbeiter eines Unternehmens aus, für ihn vielleicht unsinnigen, Veränderungen den ganz persönlichen Sinn erkennen kann.
 

You can not be what you can not see

“You can´t be what you can´t see” – diese Grundannahme wurde mir bewusst durch verschiedene Aktivitäten, die ich zur Zeit abseits der großen Diskussion über Frauenquote und weibliche Vorstände und Aufsichtsräte im Netz beobachte. Drei Beispiele dazu:

·     Geena Davis erzählt beeindruckend von ihrem Werdegang und ihrer Motivation, in ihrem Leben etwas zu bewegen und eine erfolgreiche Schauspielerin zu werden. Während ihrer Karriere wird sie sich immer mehr bewusst, welches Frauenbild über die Medien vermittelt wird. Vor allem in den USA, die damit hunderte von Millionen Mädchen auf der ganzen Welt beeinflussen. Ihre Hypothese: einem Jungen wird in den Medien ein vielfältiges Bild gezeigt, was er alles werden und erreichen kann. Einem Mädchen werden nur 25% von diesen Möglichkeiten vermittelt – es wird mit einer deutlich eingeschränkteren Wirklichkeit von Frauen konfrontiert.

 

·     Sheryl Sandbergs Kooperation mit Getty Images unter dem Dach ihrer „Lean In“ Kampagne geht in die gleiche Richtung:„In den Medien werden berufstätige Frauen auf Bildern oft als überfordert oder krankhaft ehrgeizig dargestellt. Die Bildagentur Getty Images hat deswegen gemeinsam mit der Nonprofit-Organisation "Lean In" eine Sammlung mit neuen Bildern "dynamischer Frauen" zusammengestellt, um ein neues Frauenbild zu entwerfen.“  http://www.deutschlandfunk.de/lean-in-collection-neue-weibliche-vorbilder-schaffen.2016.de.html?dram:article_id=284116

Auch hier finde ich interessant, in meinem eigenen Wahrnehmungsfilter zu überprüfen, ob sich diese Hypothesen für mich bestätigen. Dabei fällt mir vor allem auf: wichtige Konferenzen und Kongresse sind überwiegend männlich besetzt. Frauen treten als Expertinnen oder als Rednerinnen viel weniger auf – vor allem in scheinbaren „Männer-Domänen“ wie Finanzen, Strategie, Controlling.  

 
·     Und noch eine dritte Aktivität fand ich spannend: die von „Always“ gestartete Kampagne “Like a girl“. Das ist zwar eine klar kommerziell ausgerichtete Kampagne, hat mir aber ins Bewusstsein gerufen, dass Aussprüche wie „Du wirfst wie ein Mädchen – Du läufst wie ein Mädchen u.ä.“ meistens mit einer subtilen Abwertung von männlichen Bezugspersonen wie Brüdern, Freunden, Vätern, Lehrern etc.  einher gehen. Hier fand ich das Video „Throw like a girl“  http://www.woman.at/a/likeagirl-kampagne-always-video als guten Anstoß über diese Sozialisationseinflüsse nachzudenken und diese Reflexion in die Coaching-Diskurse mit meinen weiblichen Klientinnen aufzunehmen.
 

Psychologische Wirkung von Zielen

Eine von vielen Definitionen eines Ziels lautet: "Ein Ziel ist ein in der Zukunft liegender Zustand mit eindeutiger Beschreibung. Es dient dazu, die Leistung messbar zu machen."

Wir alle haben unsere Ziele und Vorsätze - zumindest in unserem Kopf. Doch es ist sinnvoll, sich regelmäßig mit den eigenen Zielen auseinander zu setzen. Psychologisch gesehen ist die Ausformulierung von Zielen und die Priorisierung dieser sogar sehr wichtig!

Nur wenn wir genau wissen, was wir erreichen möchten, können wir uns vor Ablenkungen abschirmen, sich bietende Gelegenheiten zum Handeln wahrnehmen und Zielkonflikte lösen.
Denn Ziele und Vorsätze...

  • … mobilisieren die zum Handeln erforderliche Energie.
  • … bauen eine dauerhafte Spannung auf, die erst nach Erreichen des Ziels abgebaut wird.
  • … erhöhen die Ausdauer beim Handeln.

Dies gilt für den beruflichen wie für den privaten Kontext. Was heißt dieses Wissen für „Führen im Wandel“?

In unseren Veränderungsprojekten lautet der erste Hebel "Klare Ziele und Erwartungen - Die Mitarbeiter kennen die Ziele des Wandels für das Unternehmen und in Bezug auf ihr persönliches Arbeitsumfeld". Führungskräfte haben dabei drei wichtige Aufgaben:
  1. Die Ziele der Veränderung erklären.
  2. Die Ziele mit den Mitarbeitern im Team-Dialog besprechen.
  3. Mit jedem Mitarbeiter klären, ob das Ziel der Veränderung für die eigenen Ziele des Mitarbeiters „Rückenwind“ oder „Gegenwind“ bedeutet.
Wenn die dezentralen Einheiten (Abteilungen, Teams und Gruppen) die Veränderungsziele des Unternehmens verstehen, akzeptieren und mit eigener Sinn-Energie aufladen, können die dezentralen Kräfte mobilisiert und optimal auf das zentrale Ziel fokussiert werden.

Wie erleben wir die Wirkung des Hebels im aktuellen Zeitgeschehen? Dazu fällt uns die Europa-Wahl ein. Wir bemerken einen deutlichen Unterschied gegenüber der sonstigen Kommunikationsaktivität in Europa. Sehr oft lesen und hören wir zur Zeit über die Vision, den Sinn und die Ziele von Europa. In Gesprächen in unseren Beratungs- und Trainingsprozessen kommt das Gespräch am Rande öfter auf die Frage „Was bedeutet Europa eigentlich für Sie? Welche Ziele haben Sie und bei welchen Parteien finden Sie diese wieder?“ Diese Gespräche erleben wir als inspirierend und das zeigt für uns ganz konkret, wie viel  Energie das Reden über Sinn, Vision und Ziel gibt.

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