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Praktische Empfehlungen für eine effektive Team-Arbeit im Home-Office

 Im letzten Jahr haben wir viele unserer Kunden dabei unterstützt, ihre Teams in der Remote-Arbeit effektiv zu führen. Wir wissen, dass viele Teams bereits ein Jahr im Home-Office oder hybrid zusammenarbeiten. Folgende Nebenwirkungen können wir beobachten:

  • Fehlende emotionale Nähe - Wir hören unsere Stimmen, und verstehen die Botschaften - doch wo bleibt die STIMMUNG?
  • Zoom Fatigue - Wir nehmen an unzähligen digitalen Meetings teil, doch sind wir dann wirklich PRÄSENT?
  • Veränderung im Sozialen System und keine spontane Begegnung mehr. Habe ich noch einen Platz in dieser Gruppe, auch wenn ich nicht täglich "gesehen" werden
 

In vorherigen Artikeln haben wir über die psychologischen und neurologischen Auswirkungen von Remote Work gesprochen. Dieses Mal möchten wir uns auf praktische Empfehlungen konzentrieren, die in unserem Kundenkreis gut funktionieren. Bitte denken Sie daran - jedes Team ist anders und jeder Umstand erfordert individuelle Interventionen. Es geht also darum, zu experimentieren, zu reflektieren und diskutieren und dann, falls erforderlich, anzupassen. Lassen Sie sich dennoch von einigen Tools inspirieren:

  • Regelmäßige Spaziergänge und Gespräche: Vor etwa einem Jahr entdeckte die Welt Zoom, Teams, Webex, Skype usw. als ein unglaublich leistungsfähiges Werkzeug, um unabhängig von Zeit und Raum zusammenzuarbeiten. Seitdem haben wir unzählige Stunden in digitalen Meetings verbracht. Haben Sie sich jemals gefragt, warum Sie nach einem Tag voller digitaler Meetings so müde sind? Viel müder als ein Tag voller Besprechungen im Büro? Aufgrund der im Vergleich zur Realität verringerten Bild- und Tonqualität versucht unser Gehirn ständig und automatisch, „Qualitätslücken“ zu schließen. Unser Gehirn ist einfach überwältigt! Deshalb: BENUTZEN SIE WIEDER MAL DAS TELEFON - zumindest wann immer möglich. Dies reduziert die „Komplexität“, mit der unser Gehirn umgehen muss, da es sich nur auf den Ton konzentrieren kann. Wir beobachten, dass einige Teams für kurze Update-Meetings sogar einen kurzen Spaziergang machen, während sie sich gegenseitig anrufen. Regelmäßige Spaziergänge und Gespräche, die Körper und Gehirn erfrischen!
 
  • Office Hours von Teamleitern oder das „Virtuelle Büro“: Eine der interessanten soziologischen Auswirkungen der remoten Arbeit besteht darin, dass Signale, die den sozialen Status einer Person in einer Gruppe projizieren, nicht mehr einfach übermittelt werden können. Hat mein Kollege ein großes Einzelbüro oder einen einfachen Schreibtischplatz? Wo sitzt er / sie in einer Besprechung? Wie wird er / sie beim Betreten des Büros begrüßt? Ist er / sie an gelegentlichen Kaffeegesprächen beteiligt oder wird das Gespräch abrupt beendet, wenn er / sie den Raum betritt? Für uns Menschen ist es entscheidend, unsere Position in einer Gruppe zu kennen - nicht zu wissen, ob und wo wir hingehören, versetzt uns neurologisch in einen „Alarmzustand“ (siehe SCARF-Modell entwickelt von David Rock, wunderbar beschrieben durch Andreas Diehl). Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Teammitglieder die Möglichkeit haben, auch außerhalb geplanter Besprechungen gesehen zu werden. Wir haben zwei praktische Empfehlungen:
    • Office Hours von Teamleitern: Einige Teamleiter haben damit begonnen, zwei Stunden pro Woche als „Bürozeiten“ in ihrem Kalender zu blocken. Während dieser Zeit kann sich jedes Teammitglied spontan an sie wenden - für Fragen, für einen sozialen Chat, für Ratschläge. Auf diese Weise kann das Team das Büro des Leiters „betreten“ und somit außerhalb der Arbeitskontaktpunkte sichtbar werden.
    • Das „Virtuelle Büro“: Andere Teams sind noch weiter gegangen und haben beschlossen, zwei Stunden pro Woche in einem virtuellen Meeting „nebeneinander“ zu arbeiten. Während jeder seine eigenen Aufgaben erledigt, ist das Team in einem virtuellen Besprechungsraum „präsent“. Dies ermöglicht spontane Fragen, Kommentare und die viel versäumten „Büroklatschmomente“. Und wieder „sieht“ sich das Team außerhalb geplanter Arbeitstreffen, ohne unproduktiv zu sein.
     
     
  • Wöchentliche Check-out-Runde „Was mich diese Woche stolz gemacht hat“: Vor rund 300.000 Jahren lebten neun verschiedene Arten von Menschen auf der Erde. Heute gibt es nur einen: den Homo Sapiens. Der Grund, warum unsere Vorfahren so erfolgreich waren, war eine ausgefeilte Fähigkeit zum abstrakten Denken und zur Kommunikation. Die Fähigkeit, als Team mit einem gemeinsamen Ziel zu planen und zusammenzuarbeiten war unsere ultimative Waffe (Longrich, 2019). Ein wichtiger und oft unterschätzter Weg zur Schaffung eines Gemeinschaftsgefühls besteht daher darin, aktiv zu betonen, was als Team erreicht wurde, und die Menschen zu veranlassen, über ihren individuellen Beitrag zu sprechen. Wir sehen, wie Teams an einem Freitagnachmittag eine Stunde damit verbringen, allen mitzuteilen, was sie in dieser Woche stolz gemacht hat. Was früher der gemeinsame Freitagabend im Pub war, sollte jetzt virtuell gemacht werden, um den Teamgeist am Leben zu erhalten.
 

Dies sind nur einige Vorschläge, mit denen Sie experimentieren können. Hoffentlich konnten wir Sie zum Ausprobieren inspirieren!

 

Die Erfindung des virtuellen Outdoor Trainings

Susanne befindet sich mit Kollegen in einem Raum - einem digitalen Raum - einem digitalen Outdoor Raum. Susanne, die für die nächste Aufgabe zum Teamlead ernannt wurde, hat einen Auftrag erhalten, den sie mit ihrem Team erfüllen wird: In 90 Sekunden müssen vier komplizierte Bergsteigerknoten in die Seilstücke aller Teilnehmenden geknüpft werden. Dafür gibt es eine Vorbereitungszeit von 30 Minuten. Tatsächlich liegt bei jedem Teilnehmenden ein Seilstück auf dem Schreibtisch, welches sie vor einigen Tagen zugeschickt bekommen haben. Susanne überlegt: Welche Ressourcen und Informationen gibt es im Team? Wer hat Ahnung von Knoten? Wie können wir die verschiedenen Teile der Anleitungen zusammenbringen? Wie sollte sich das Team in getrennte Breakout Gruppen aufteilen? Wie viel Zeit sollte für das Erschließen der Knoten und wie viel Zeit zum Üben verwandt werden? Das wird spannend!

So oder so ähnlich klingt der Beginn einer virtuellen Trainingserfahrung aus der Sicht einer Teilnehmerin.

Wie kam es zu der Entwicklung von virtuellen Outdoor Führungstrainings?

Im April ruft mich eine Kunde an: Alle Face-to-Face Trainings sind bis auf weiteres gestrichen. Gleichzeitig ist die Rückkehr zur Normalität ungewiss, und die Anforderungen für Teams und Führungskräfte in der virtuellen Zusammenarbeit sind enorm. Er fragte mich: „Kannst Du dir nicht Aufgaben überlegen, welche ähnlich spannend und lernfördernd sind wie Deine Führungstrainings am Berg?“

Ich bin skeptisch! Handlungsorientierte Trainingsmethoden -egal ob drinnen oder draußen- leben davon, dass sie Teilnehmer von einer Sekunde zur nächsten völlig vereinnahmen, das Spiel quasi zum Ernstfall wird und jeder mit Kopf, Herz und Hand voll involviert ist. Kann das im virtuellen Raum gelingen? Oder sitzt jeder nur mit einem Teil der Aufmerksamkeit an seinem Bildschirm und erledigt zeitgleich dringendere Aufgaben?

Da hilft nur ein Test. Ich übersetze recht hemdsärmelig eine meiner Interaktionsaufgaben in die virtuelle Welt und starte eine Testballon mit Trainerkollegen. Schnell merke ich: Mit der passenden Einstimmung, Moderation, und den nötigen Interventionen wird im virtuellen Raum der Schalter von Spiel zu Ernstfall genauso schnell umgelegt wie im realen Raum. Außerdem wird deutlich, dass in diesem Rahmen Skills gelernt werden, welche für „Remote Leadership“ besonders wichtig sind:

  • Erzeugen eines gemeinsamen Verständnisses von Situation, Ziel und Aufgabe
  • Klare Kommunikation, in der das Stellen guter Fragen besonders wichtig ist
  • Gestalten eines fortlaufenden Lernprozesses im Team

Mit dieser Erkenntnis war der Grundstein für die Entwicklung gelegt und viele weitere Ideen für virtuelle Team- und Führungsaufgaben wurden geboren und perfektioniert. Als Trainer und Coach sind meine Aufgaben, mein Rollenverständnis und meine Interventionen nicht anders als beim Teamtraining im Gebirge oder auf der Wiese vor dem Seminarhotel.

Der einzige Unterschied besteht darin, dass meine Teilnehmenden nun vor ihren Bildschirmen sitzen. Deswegen war die Verbindung zwischen analoger und digitaler Welt für die Konzipierung besonders wichtig. Teilnehmer gestalten mit Ihren Händen etwas in Ihrer realen Welt und arbeiten dazu virtuell im Team zusammen. Es hat sich gezeigt, dass es sehr förderlich ist, technische Tools mit in die „Reise“ der Führungskräfte einzubauen:

  • Inspirierende Videosequenzen, um eine „Background Story“ packend erzählen zu können und Teilnehmende somit aus Ihrer persönlichen „Home Office“ Welt heraus zu befördern.
  • Breakout Räume, um auch mit großen Teams spannende Aufgaben effektiv bearbeiten zu können und Teamstrukturen und Dynamiken in Aufgabenstellungen abzubilden.
  • Unterschiedliche Kommunikationskanäle, um Kleingruppen koordinieren zu können.

Wie in „Reallife-Trainings“ gilt aus meiner Sicht auch im virtuellen Outdoor Training: Lernprojekte und Team Challenges, wenn gut gemacht, sind effiziente Türöffner für die wirklich wichtigen Themen von Führung und Zusammenarbeit.

Die 30 Minuten sind schon vorbei, und der Test beginnt. Gleich wird der Trainer das Startsignal geben. Susanne ist gespannt, wie viele Knoten ihr Team in den 90 Sekunden hinbekommt. Es geht los - Die ersten 2 Knoten gehen schnell, der dritte ist schwieriger, der letzte bringt viele echt ins Schwitzen. Dann sind die 90 Sekunden auch schon vorbei. Susanne schaut auf den Bildschirm, jeder hält sein Seilstück in die Kamera. Wow, einer hat drei Knoten, nochmal drei - da hat sogar jemand vier hinbekommen.... Ein Jubel geht über alle Bildschirme, und die Gesichter strahlen. Das hat Susanne und ihr Team ganz gut hingekriegt.

Interesse bekommen? Mehr Informationen zur Buchung eines Virtuellen Outdoor Trainings hier

Autor: Jochen Haase, 09.12.2020

 

Zusammenarbeit, die unter die Haut geht – Ja, das klappt auch virtuell!

Vielen Dank an SarahRichterArt auf Pixabay für das Bild!

In der vergangenen Woche hatten wir wieder einen spannenden Einsatz in einer crossfunktionalen Arbeitsgruppe aus einer multinationalen NGO.

Mit einem zehnköpfigen Team, das sich aus Vertreter:innen unterschiedlicher Organisationen zusammensetzt, hatten wir drei Stunden Zeit. Ausgesprochenes Ziel war es, die Zusammenarbeit zu reflektieren und noch effizienter aber vor allem energetischer zu gestalten.

Das Team sieht sich im Regelfall zweimal jährlich in Präsenz. Hier war immer auch der zwischenmenschliche Austausch und die kollegiale Beratung ein Erfolgsfaktor. Das musste jedoch nicht explizit organisiert werden, sondern geschah nebenher. Auf Grund von Corona wurde das diesjährige Meeting virtuell durchgeführt.

Und hier kamen wir ins Spiel!
Da wir sehr gutes Feedback erhalten haben, werden wir nun unsere drei Schlüssel zum Erfolg dieser virtuellen session teilen:

  • Vorbereitung ist der erste Schlüssel  
    Virtuelle Meetings sind anstrengend. Was in Präsenz-Formaten gut in kurzen Einzel-/ Gruppenarbeiten abgebildet werden kann, sollte nicht unbedingt 1:1 ins Virtuelle übertragen werden. Breakout-Sessions sind klasse, aber viele Punkte können auch in die Vorbereitung integriert werden. Um hier einladend und motivierend auf die Teilnehmenden einzuwirken, ist die Begleitkommunikation sehr wichtig. Wir haben Vorbereitungs-Sheets entwickelt, die bereits vor der Veranstaltung Lust machen, sich mit dem Inhalt der Veranstaltung auseinanderzusetzen. So kamen alle Teilnehmenden gut vorbereitet ins Meeting und konnten im Dialog schnell ihre wichtigsten Punkte kommunizieren.
  • Check-In ist ECHT wichtig
    „Ja, das gehört mittlerweile zum guten Ton – natürlich gibt es eine CheckIn-Runde.“ Erstens: das ist immer noch nicht überall so! Zweitens: meist werden die Einstiegsrunden sehr kurz gehalten. Klar kann eine Mentimeter-Abfrage durchaus Sinn machen, aber es kommt auf den Kontext an. Bei Teammeetings wie in unserem aktuellen Fall, bei dem es darum gehen soll, dass die einzelnen Teilnehmenden sich psychologisch sicher fühlen und sich öffnen ist es durchaus sinnvoll, so viel Zeit für die Einstiegsrunde zu verwenden, dass jede:r 3-4 Minuten Redezeit erhält. Einstiegsfragen zur momentanen Stimmung und Energie bieten sich hier an. Außerdem ist es gut zu erfahren, welche Ziele die einzelnen Personen für das Meeting mitbringen. Hier sind intelligente Leitfragen die „door opener“. Unter https://snacknation.com/blog/virtual-team-building/ findet Ihr schöne Beispiele für CheckIns.
  • Zwei Trainer:innen/Berater:innen – zwei externe Perspektiven
    Bei Teamdialogen, in denen wir wie in diesem Fall die Zusammenarbeit, die funktionalen und dysfunktionalen Dynamiken und Muster reflektieren ist es mehr als sinnvoll, mit zwei Trainer:innen an den Start zu gehen. Dies hat mehrere Gründe. In unserem Beispiel haben wir uns die Rollen klar aufgeteilt. Eine von uns war für die Visualisierung/Dokumentation, die andere für die Moderation inkl. Timekeeping zuständig. Unser Kunde hatte außerdem den Vorteil, zwei Expert:innen mit im Meeting zu haben, die unterschiedliche Dynamiken beobachten und unterschiedliche Hypothesen durch gute Fragen überprüfen und dadurch widerlegen oder verfestigen konnten.

 

Unsere Kundin war überrascht, was sie alles über die einzelnen Teammitglieder erfahren hat. Die Wahrnehmung der einzelnen Personen hat sich verändert, obwohl sie fast alle Teammitglieder schon sehr lange kennt. Die Gestaltung der Zusammenarbeit wird von diesen neuen Perspektiven profitieren. Das freut uns sehr – denn das treibt uns an! Wir helfen Menschen und Teams sich weiterzuentwickeln und sich veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. In diesem case würde ich sagen: mission accomplished! 

 

Drohende Hungersnot durch die Covid-19-Pandemie – Wenn Resilienz an ihre Grenzen stößt

Unser Plädoyer dafür, die wahren Opfer der Covid-19-Pandemie nicht zu vergessen und gleichzeitig unsere eigenen Opfer und Verluste in einen demütigen Kontext zu setzen.

Seit dem Beginn der Covid-19-Pandemie haben wir bei Strasser & Strasser den Bedarf nach Angeboten zu Resilienz, Agilität und effektivem Führen in der Krise erkannt. Wir haben Produkte entwickelt, um Führungskräfte, Teams und Unternehmen in dieser Krisenzeit zu unterstützen. Was passiert jedoch mit den Menschen, die aufgrund ihrer konstant instabilen Lebenssituation über Jahrzehnte hinweg zu Meistern der Resilienz und der Benutzung digitaler Medien geworden sind? Die nun durch die verheerenden Konsequenzen von Covid-19 ihr gesamtes Support-Netzwerk und ihre Überlebensmechanismen dahinschwinden sehen?

Viele Menschen aus von Armut stark betroffenen Ländern in Zentralafrika, sowie Jemen und Afghanistan haben Krisen und Schocks erlebt und durch ihre “coping mechanisms” (Bewältigungsmechanismen) auch überlebt. Wenn ein Familienmitglied krank wurde, haben andere Überstunden gemacht oder ihre entferntere Familie, Freunde und Nachbarn um Hilfe gebeten. Auch wenn ganze Landesteile von Hungersnöten betroffen waren, wurden Familienmitglieder im Ausland angeskypt und finanzielle Hilfe konnte über Online Banking Tools in die ganze Welt gesendet werden. Wenn diese Schocks aber überall zur gleichen Zeit einschlagen und Ausweichmöglichkeiten und Überbrückungslösungen ausfallen, wächst nicht nur das Virus exponentiell sondern auch die Probleme. Die Weltbank prognostiziert, dass die Überweisungen von Migranten in diesem Jahr um 20 % fallen werden und der Economist schreibt, dass zum ersten Mal seit 1998 die Zahl der Menschen in absoluter Armut ansteigen werden anstatt zu fallen. Und während die Haushaltseinkünfte fallen, steigen die Lebensmittelpreise.

In Indien ist der Preis für Kartoffeln um 15 % gestiegen, denn der Lockdown hat es oft nicht ermöglicht, alle Felder zu bestellen und zu ernten. Ganz besonders betroffen sind die, die schon vorher auf staatliche Hilfe angewiesen waren: zum Beispiel Flüchtlinge und arme Bevölkerungsgruppen in überfüllten Großstädten. In Uganda hat das WFP (World Food Program) die Essensrationen für Flüchtlinge um 30 % gekürzt und in Bangladesch können 70 % der Rohingya Flüchtlinge keine Nahrung mehr kaufen. Auch in Indien haben 84 % der urbanen Selbständigen aus ärmeren Vierteln und Slums ihre Arbeit verloren.

Während viele von uns den Lockdown nutzen konnten, um sich in Resilienz zu üben und Teams durch Homeoffice und plötzlich erzwungenem “New Work” mit virtual meetings, Lunches und Feierabend Drinks agiler wurden, zerbrechen gerade gut funktionierende Strukturen von Menschen, die seit Jahrzehnten auf Resilienz beruhen. Es ist zu gefährlich eine Verbreitung der Hungersnot zuzulassen, denn die langfristigen Konsequenzen sind verheerend. Unterernährung führt bei Kindern zu Schäden an Hirn und Körper, ebenfalls zu chronischen Krankheiten und niedrigerem IQ und somit nachhaltig geringem Durchschnittseinkommen. Ganz zu schweigen von anderen Konsequenzen eines Lockdowns: Eine Studie der Weltbank hat gezeigt, dass die Schließung von Schulen auch nur für 4 Monate die Lebenseinkommen langfristig um 15 % sinken lässt.

Deswegen haben wir uns im Strasser & Strasser Team entschieden, für die Menschen zu spenden, die von der bedrohlichen Hungersnot betroffen sind. Wir machen uns weiterhin stark für nachhaltiges Change Management und erfolgreiche Digitale Transformation. Und haben auch die Menschen im Blick, die sich auch mit aller Resilienz der Welt aufgrund der heutigen Umstände nicht selbst erhalten können. Sie sind zu den wahren Opfern der Covid-19-Pandemie geworden. Sie nicht zu vergessen lässt uns unsere eigenen Opfer und Verluste in einen demütigen Kontext setzen.

Quellen: The Economist, Edition May 23-27 2020 / https://www.visualcapitalist.com/covid-19-global-food-insecurity/

 

Gast-Autorin dieses Beitrags: Marlene Strasser

 

 

 

DANKBARE Weihnachtsgrüße 2019

Das Jahr 2019 neigt sich langsam dem Ende zu und es wird Zeit, unseren Weggefährten zu danken!

Wir bedanken uns bei allen Kunden und Partnern für die vielen wundervollen Erfahrungen, die erhellenden Momente, die zeitkritischen Herausforderungen, die herausragenden Projekte und die vielen Kleinigkeiten, die ein gutes Miteinander ausmachen. Nur durch die Unterschiedlichkeit und Vielfalt der Menschen und Projekte, wurde auch das Jahr 2019 unglaublich BUNT!

Wir gehen auch heuer wieder mit einem GLÜCKSGEFÜHL und der Überzeugung, sinnvolle Arbeit gemacht zu haben aus dem Jahr. Vielen Dank für so viel Feedback, das uns zeigt, dass wir die Menschen in unserem Umfeld berührt und bewegt haben.

Lassen Sie uns alle gemeinsam in ein neues Jahr starten! Sicher wird es kein langweiliges Jahr. Wir rechnen mit vielen Umbrüchen und Veränderungen in 2020, die uns alle fordern werden. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit, in der wir uns auch weiterhin aufeinander verlassen können!

Wir wünschen Ihnen allen und Ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest, schöne und erholsame Feiertage im Kreise Ihrer Lieben und natürlich einen guten Rutsch in ein gesundes, erfolgreiches und BUNTES Jahr 2020.

Ihre Dr. Eva Strasser & Team

(Bildqelle: Pixabay / Geralt)

 

DENKRAUM DEUTSCHLAND

STRASSER & STRASSER steht für Veränderung und das nicht nur in Veränderungsprojeken in Unternehmen. Aus unserer Sicht ist der Umgang mit Wandel und Veränderung ein Muskel, den man trainieren kann - immer und in allen Lebensbereichen.
Diese Überzeugung in Kombination mit unserem Interesse für Kunst, Kultur, Politik und Zeitgeschehen machen es uns einfach, so wunderbare Projekte wie DENKRAUM DEUTSCHLAND zu fördern.

DENKRAUM DEUTSCHLAND ist eine Sonderausstellung in der Pinakothek der Moderne, die es von 28. September bis 6. Oktober geben wird. Die Ausstellung bietet jeweils um 15 Uhr Sonderaktionen und ist insgesamt eine sehr gute Gelegenheiten, sich mit der engen Verbindung zwischen Politik und Kunst auseinanderzusetzen.

Den Flyer mit allen Programmpunkten gibt's hier: https://www.linkedin.com/…/verena-neumayer-2838a4a0_einladu…


 
 

Unser Beitrag zur Biennale 2019

Wie kann gelebte & gelungene collaboration aussehen?

Einer unserer Lieblingskünstler, Miro Craemer, macht es vor!
Auf der Biennale 2019 präsentiert er im Palazzo Bempo seine Performance COSMOSULUNA. Kurz gesagt ist COSMOSOLUNA eine Aufführung, in der Künstler tänzerisch zu Musik & mit besonderer Mode zusammen unter der Überschrift „erste Mondlandung“ performen.

In einem Gespräch mit Miro habe ich erfahren, wie er die Bilder der Malerin Gotlind Timmermanns, eine italienische Tanzgruppe um Betty Tezza, den Komponisten Alexander Löwenstein, die Schneiderin, die Location und seine Modeentwürfe so kombiniert und orchestriert, dass ein Gesamtkunstwerk daraus wird. Wie in jeder Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams gibt es natürlich auch Irritationen, Herausforderungen und unterschiedliche Bedürfnisse. Aus meiner Sicht ist es eine Glanzleistung, diese alle aufzufangen und konstruktiv damit in die Weiterentwicklung zu gehen. Wir können mit diesem Blick über den Tellerrand viel für unsere Change Arbeit mitnehmen.

Und wir freuen uns sehr, durch unser Sponsoring auch irgendwie ein Teil dieser Performance zu sein und drücken Miro die Daumen! 

Lesen Sie mehr zu COSMOSOLUNA...

 

Würde - ein altertümliches Wort mit aktueller Bedeutung

Bildquelle: qimono / Pixabay

Unsere Kollegin Dr. Astrid Dobmeier kommentiert und verlinkt auf der Homepage DeSelfie interessante Artikel, Projekte und Menschen für Schnell-Leser. Ein Buchkommentar auf DeSelfie passt besonders gut in die heutige Zeit. „Würde. Was uns stark macht – als Einzelne und als Gesellschaft“ von Hirnforscher Gerald Hüther spricht uns an. Warum? Lesen Sie mehr dazu

Passend dazu auch ein Podcast von Gabor Steingart mit Gerald Hüther, in dem es um Selbstrespekt und den richtigen Umgang mit der Schöpfung geht. Zum Podcast

Außerdem möchten wir auch noch einmal auf die Veranstaltung der fim Regionalgruppe München hinweisen, die am kommenden Mittwoch (27.02.) stattfindet. Die Rednerin Brigitte Bührlen ist eine beeindruckende Frau. Sie gründete 2010 die Wir! Stiftung pflegender Angehöriger und dann 2015 den Verein Wir! Vereinigung pflegender Angehöriger in Deutschland e.V.
Ihre persönlichen Betroffenheit hat sie all die Jahre motiviert, sich für eine gesellschaftliche Veränderung einzusetzen und so wurde sie auch in den "Unabhängigen Beirat zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf des BMFSFJ" berufen. Auch dieses Thema hat aus meiner Sicht sehr viel mit Würde zu tun. Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.fim.de im Bereich Veranstaltungen.

Wir wünschen einen guten Einstieg in die neue Woche!

 

Arbeiten im Jahr 2030

Bildquelle: Pixabay / Comfreak

Welche Werte werden wichtiger werden?

Wie motivieren wir unsere Mitarbeiter? Wir rekrutieren wir die Besten? Wie halten wir sie? Diese und weitere Fragen beschäftigen zahlreiche Management- und Personalabteilungen – und vice versa auch die Arbeitnehmer selbst.

In einem Workshop fiel zu diesem Thema neulich ein bemerkenswerter Satz. Es waren 15 Menschen zusammengekommen, um darüber nachzudenken und sich auszutauschen, was in Zukunft wichtiger oder weniger wichtig für Arbeitnehmer sein könnte. Angelehnt an die Studie www.arbeitenviernull.de, hatten die Teilnehmer in einer Sequenz vier Werte andiskutiert, die laut Studie Arbeitnehmern im Jahr 2030 wichtig sein würden. Die Teilnehmer klopften diese Werte – und Arbeit 2030 – auf sich selbst bezogen ab. In 2030 werden sie selbst zwischen 33 und 72 Jahren sein... Lesen Sie den ganzen Blogbeitrag auf DeSelfie

 

Gleiche Arbeit, gleicher Lohn, ist doch klar! Oder?

Ich stimme dem Satz von Friedrich Rückert zu: "Von deinen Kindern lernst du mehr, als sie von dir." 

Wie selbstverständlich Kinder mit dem Thema "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" umgehen, hat mich persönlich berührt: https://www.youtube.com/watch?v=bH9AyDYbrEc

Für meine  2-jährige Tochter freue ich mich, dass sich aktuell viele Frauen in Verbänden und Vereinen engagieren, sowie mit Aktionen wie dem Equal Pay Day für mehr Gerechtigkeit einsetzen. Der nächste Equal Pay Day ist übrigens der 18. März 2019!

Auch wir von Strasser & Strasser beschäftigen uns mit dem Thema. Viele Frauen aus unserem Team sind Mitglied bei fim e.V., einer Vereinigung für Frauen im Management. Hier geht es in erster Linie um Vernetzung und Erfahrungsaustausch mit anderen Führungsfrauen. Die Regionalgruppe München bietet regelmäßig Vortrags-Abende an, die auch von Nicht-Mitgliedern besucht werden können. Alle (bundesweiten) Veranstaltungshinweise finden Sie im Internet unter www.fim.de. Mit unserem Seminar "Leidenschaft Führung" haben wir ein Angebot geschaffen, das bereits in mehreren Firmen mit Erfolg durchgeführt wurde. Doch in allen Fällen stoßen wir irgendwann auf die selbe Lösung. Man kann das Thema nicht nur von der "Frauenseite" aus betrachten. Nur wenn wir systemisch an die Problemstellung herangehen und in Firmen und Familien gemeinsam Lösungen finden und Neues ausprobieren, kann es funktionieren. Warum nicht die Sensibilität zu dem Thema schärfen und in Karriere-Seminaren für Frauen das Rahmenprogramm mit Partnern und/oder Kindern gestalten?

Der Artikel "Er muss zupacken, sie loslassen" aus der SZ vom 22.11. erkennt aus meiner Sicht die Komplexität der gesamten Problematik ganz gut. 

Mein Appell: wie wäre es, wenn wir nicht "strampeln" und "schreien" und "gegeneinander kämpfen" sondern mehr zusammenarbeiten, um eine wirkliche Lösung zu finden. Lasst uns doch einfach von den Kindern lernen. 

 

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